Gute Mitarbeiter finden & einfach an mich binden? Geht das? Der unterschätzte Weg gute Mitarbeiter zu finden und zu binden.

 

Mitarbeiter finden und Mitarbeiter binden ist in jedem Unternehmen egal wie groß ein Thema. Was kann ich tun um die richtigen, die guten Mitarbeiter an mich zu binden und bei mir zu halten?

Was wünschen sich Mitarbeiter eigentlich von einem gutem Chef?

Neben einem guten Arbeitsplatz, einem guten Klima und natürlich einem guten Gehalt geht es den meisten Menschen um Anerkennung und das sich der Chef auch für die Sorgen der Mitarbeiter interessieren

(Lies diesen Artikel aus dem Handelsblatt) 

Ein gutes Mittel den Mitarbeiter anzuerkennen ist es, seine Probleme und Sorgen ernst zu nehmen und ihm bei einer Lösung zu helfen. Was so banal klingt, wird in den meisten Unternehmen nicht angewandt, obwohl es sehr oft soo einfach ist.

Jeder weiss, dass wir alle ein Altersvorsorgeproblem haben. In viele Branchen ist eine Arbeit bis 67 einfach unmöglich (z.B.: als Dachdecker)

Warum das so ist und wie die gesetzliche Rentenformel funktioniert erfährst Du hier: MFP bAV Portal

Viele Unternehmen nutzen schon eine betriebliche Altersvorsorge. Jetzt kann man schnell sagen “ahh alter Hut, wie langweilig” “oder “wie soll ich denn damit gute Mitarbeiter finden und an mich binden“? Nun,  die meisten kleinen Unternehmen sind sich dieses Werkzeuges nicht bewusst. Laut einer PWC Studie  nutzen weniger als ein Drittel der Mitarbeiter eine Entgeltumwandlung.

Der häufigste Grund (61%)  warum die Mitarbeiter diese Form der Altersvorsorge nicht nutzen ist schlicht ein schlechter Informationsstand.


Wie kann ich als Arbeitgeber dies für mein Unternehmen nutzen?
Baue für Deine Mitarbeiter ein einzigartiges Angebot auf. Dies geht dank moderner Medien sehr leicht ( e Vorsorge). zum Beispiel über ein eigenes Mitarbeiterportal. Zeige Deinen Mitarbeitern, dass Du sie und Ihre Sorgen ernst nimmst und dass Du dir wirklich Gedanken gemacht hast.

Die Vorteile eines eigenen Mitarbeiterportals sind einfach und klar:


– es zeigt, dass es das Unternehmen wirklich ernst meint ( wo gibt es das sonst)
– ich beziehe die Ehepartner oder Lebenspartner mit ein sie können sich das Angebot online ansehen
– ich zeige das ich als Unternehmer professionell mit diesem Thema umgehen
– ich kann meine Mitarbeiter einfach auf dem Laufenden halten
– ich kann jeden neuen Mitarbeiter ohne viel Aufwand informieren.
– die Information erfolgt nicht einfach mal so nebenbei im Büro zwischen Tür und Angel

Beispiel bAV Portal – 1

Beispiel bAV Portal-2

Ganz wichtig für dich als Arbeitgeber ist eine Versorgungszusage.


Das sind die AGB´s Deiner betrieblichen Altersvorsorge. Ganz wichtig ist, dass Du als Arbeitgeber der “Herr im Haus”  bleibst. Du darfst (und solltest bestimmen), mit wem und wie die bAV in Deinem Haus organisiert wird. Wenn Du einfach jeden Anbieter oder jeden Vertrag annimmst, welchen ein neuer Mitarbeiter mitbringt dann führt das nur zu Chaos. Unter Umständen auch zu einer Haftung von Dir. Denn in erster Linie geht es bei der bAV um  Arbeitsrecht und nicht um eine Versicherung!

 „Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen auch  dann ein, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn erfolgt.“ Hier wird deutlich, dass die Rechtsverhältnisse zwischen Dir und der Versicherung nicht deckungsgleich sind mit dem zwischen Dir und Deinem Mitarbeiter.

Gerade im Fall der Direktversicherung kommt es öfter vor, dass sich ein Arbeitnehmer mit dem Wunsch einer Entgeltumwandlung direkt an den Arbeitgeber wendet und den Antrag für eine Versicherung gleich mitbringt. Ein unbedarfter, netter Chef ist da natürlich geneigt zuzustimmen, schließlich hat der Beschäftigte ein gesetzliches Anrecht auf eine Entgeltumwandlung

Für Deine Haftung als Arbeitgeber ist es egal, ob der Beratungswunsch vom Arbeitnehmer ausgegangen ist oder ob Du dies organisiert hast.

Den Versicherungsvertrag hast Du als Arbeitgeber (Versicherungsnehmer) und Dein Mitarbeiter (versicherte Person) unterschrieben. Das arbeitsrechtliche Rechtsverhältnis sorgt (in aller Regel stillschweigend) dafür, dass der Arbeitgeber dem Mitarbeiter für alle Beratungsfehler oder -irrtümer in der Haftung steht.

Das so etwas passieren kann siehst Du am Beispiel der NEUEN LEBEN Pensionskasse:

Neue Leben senkt Rechnungszins im Bestand!

Sueddeutsche: Neue Leben


Das sollte Dich aber nicht davon abhalten diesen guten Ansatz für Dich und Deine Mitarbeiter nicht zu nutzen! Es muss halt nur richtig gemacht werden 🙂

Hier ist es ratsam einen Dienstleister zu nutzen der Dir bei der Planung und der Einführung hilft. Ich arbeite hier seit Jahren mit der MAGNUS GmbH zusammen, da wir uns immer einen externen Unternehmensberater dazu holen wenn wir eine bAV  in einem Unternehmen neu einrichten. Die Kosten für eine solche Beratung sind in der Regel gering, da es auch hierfür Förderungen gibt. 

Warum ist das wichtig?

Nehmen wir zum Beispiel nur die Unterscheidung der Zusageformen in der bAV:

Zusageform „beitragsorientierte Leistungszusage (BoLZ)“:

Verpflichtung des AG: Zahlung des Beitrags

Bei Ausscheiden des AN:

Mitgabe des Vertrags mit schuldbefreiender Wirkung für AG.

Zusageform „Beitragszusage mit Mindestleistung (BZML)“:

Verpflichtung des AG: Zahlung des Beitrags und Sicherstellung der Mindestleistung

Bei Ausscheiden des AN

KEINE schuldbefreiende Wirkung für AG (selbst bei Mitgabe des Vertrages).

Das das berühmte Kleingedruckte wichtig ist, siehst Du hier:

Worauf solltest Du achten?

  1. Hat der Tarif einen Treuhänderklausel?
  2. Kann ich eine Rentengarantiezeit wählen?
  3. Was ist wenn der Mitarbeiter eine Pause macht?
  4. Welche Bedingungen haben Zusatzversicherungen wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
  5. Wie funktioniert der Anlagemotor des Konzeptes? 

Warum ist das Thema für Deinen Mitarbeiter so interessant?

Nun die Formel für Kapitalaufbau ist: ZEIT x GELD x ERTRAG.

Gerade der Punkt “Ertrag” ist in der aktuellen Niedrigzinsphase ein schwieriger Faktor. Und gerade hier kannst Du mit der bAv Deinen Mitarbeitern enorm helfen!

Dein Mitarbeiter investiert selber 50,- € und durch die Vorteile der bAV und Deinen Zuschuss werden daraus 113,39 €(!!!) die für Ihn ( oder sie 🙂 ) investiert werden. Dies bedeutet mehr als eine Verdoppelung ( x 2,26) des eigenen eingezahlten Betrages VOR der eigentlichen Kapitalanlage!

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Wie Du hier siehst, hast Du als Unternehmer keine Mehrkosten, wenn Du Deinen Mitarbeiter unterstützt!

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Lohnt sich das? Der Mitarbeiter hat in 37 Jahren 22.200 € ( 600 € x 37) selber eingezahlt. Es steht ihr ( oder ihm) ein garantiertes Kapital von 50.349,60 € (als mehr als das Doppelte ist ja logisch) zu Verfügung und bei 0% Rendite sogar 🙂 57.916 € (da sieht man mal wie kostenbelastet – Ironie!!! – so ein Vertrag ist) Natürlich muss Dein Mitarbeiter dann im Alter darauf noch Steuer und Krankenversicherungsbeiträge ( aktuell 7,3% (Quelle DRV) ) aber diese Positionen werden die mögliche Gesamtrente von 242,66 e nicht auf 50,- e (welche der Mitarbeiter eingezahlt hat) senken!

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Wie kannst Du nun genau vorgehen, wenn Du dies für Dein Unternehmen nutzen willst:

  1. Werde Dir über Deine Ziele klar.
  2. Suche Dir einen neutralen Berater
  3. erstelle ein klares Beratungskonzept
  4. lasse Dir eine Versorgungszusage erstellen
  5. baue ein Mitarbeiterportal auf
  6. Informiere Deine Mitarbeiter mit Hilfe eines Beraters.

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung,

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P.S.: Nutze meine Checkliste für Vorsorgeverträge:

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Kai Römisch
 

Kai Römisch Rheinländer ist Jahrgang 1971 und in einem Unternehmer-haushalt groß geworden.„Die Firma saß bei uns immer mit am Küchentisch. Somit weiß ich genau welche Sorgen, Nöte und Probleme ein Unternehmer (egal wie groß die Firma ist hat).“ Eine Manufaktur (von lateinisch manus ‚Hand‘ und lat. facere ‚erbauen‘, ‚tun‘, ‚machen‘, ‚herstellen‘) ist eine Produktionsstätte von Handwerkern verschiedener Professionen bzw. hochspezialisierter Teilarbeiter eines Handwerks, deren unterschiedliche Arbeitsvorgänge die Fertigung eines gemeinsamen Endprodukts zum Ziel haben (sagt Wikipedia). Genau so sehen wir unsere Arbeit: handgemachte, speziell für Sie entwickelte Konzepte - für die wir zum Teil Spezialisten hinzuziehen - mit dem Ziel einzigartige Lösungen für Sie zu entwickeln.

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