In die Private Krankenversicherung gelockt?

Ja ich habe mir vorgenommen auf diesem Blog offen und vor allem EHRLICH zu schreiben. Ich frage unsere Mandate wenn wir uns kennen lernen immer: “ Wie soll ich Sie beraten? Nett oder ehrlich?“ und ich bekomme immer die selbe Antwort „Bitte ehrlich“ Meine nächste Frage lautet dann. „Und wenn die Wahrheit nicht schön ist? Wenn sie weh tut?“ und die Menschen antworten:“ Bitte seien Sie auch dann ehrlich!“ Warum schreibe ich das am Anfang dieses Blog-Post? Weil das was jetzt kommen wird die Wahrheit ist uns viele Menschen die privat krankenversichert sind diese Wahrheit nicht kennen. Vielen Menschen, die eine PKV (Private Krankenversicherung) haben wird diese Wahrheit auch nicht gefallen (deshalb bleibt sie aber wahr 🙂 )

Ich sage immer wieder, dass die Banche ihren Schlechten Ruf zu recht hat und vor allem auch die PKV. Schau Dir doch nur einmal die Dokumentation über MEG und Mehmet Göcker an: System Grössenwahn.

Hier erkennst Du worauf es beim Verkauf von PKV Policen angekommen ist: Ein wahnsinns Geld zu verdienen. 12-15 Monatsbeiträge die der Kunde für seine PKV bezahlt wurden den Vertretern als Provision bezahlt. Das Schlimme ist, dass die Konzerne diese Menschen (wie auch im Film zu sehen) aktiv umworben haben (Manager fielen Göker um den Hals) und sich nachher aus dem Film klagten. Aber hier geht es nicht um diese Film sondern um Sie! In diesem Blog Post geht es um die Menschen, die nun einmal im System der PKV sind und die sich nun mit diesem Problem (vielen wird es nicht oder noch nicht bewusst sein) beschäftigen müssen.

In der Regel heißt es. Einmal PKV immer PKV und das wird für viele das entscheidende Problem sein. Sie sind in ihrer PKV gefangen und ihre Einnahmen werden sich nicht ihren Beiträgen anpassen. Die private Krankenversicherung wird von Jahr zu Jahr teurer.

Allein zwischen 2003 und 2011 stiegen die Prämien um rund 6,5 Prozent pro Jahr nach oben.

 

Dieser Anstieg ist stärker als in der gesetzlichen Krankenversicherung und schneller als es durch Preissteigerung bei Arznei und Behandlungskosten zu erklären ist. Seit Jahren steigen die Ausgaben der PKV und damit auch die Beiträge. Und jetzt wird es richtig teuer: Manche Gesellschaften erhöhten Ihre Prämien um bis zu 50% in einzelnen Tarifen. Steigerungen im zweistelligen Bereich gehören für die Klientel ab Mitte 50 bei einigen Versicherern zum Alltag.

Das Problem:

Vielen Menschen ist die Privatpolice schon heute zu teuer und sie fürchten sich vor unbezahlbaren Beiträgen im Alter und das zu Recht! Aber seit den Gesetzesänderungen, dass Menschen die älter als 55 Jahre sind nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln können, gibt es kaum noch ein Zurück aus der PKV.

Wie entwickelt sich ein PKV Beitrag bei 6% Steigerung?

 

Bei einer Steigerung von 6% verdoppelt sich der Beitrag alle 12 Jahre! Hierbei ist vor allem auch zu bedenken, dass diese Entwicklung auch im Rentenalter weitergeht! Verdoppelt sich Ihre Rente auch alle 12 Jahre? Wie haben Sie die Entwicklung Ihres PKV Beitrages in Ihrer Altersvorsorgeplanung mit berücksichtigt? Helfen bei so einer Entwicklung die Altersrückstellungstarife wirklich? Wissen Sie wie in einem solchen Tarif Ihr Geld angelegt wird? Lassen Sie sich die Renditen Ihres Altersrückstellungstarifes von Ihrem Versicherer zeigen.

Was können Sie tun:

Wer sich seine Beiträge zu seiner PKV nicht mehr leisten kann oder will, hat die Möglichkeit jeweils zum Monatsende innerhalb seiner Gesellschaft in einen günstigen Tarif zu wechseln, dazu sind die einzelnen Versicherer verpflichtet gemäß §204 VVG. Der Wechsel zu einem anderen Privatversicherer ist für ältere Versicherte ab dem 55. Lebensjahr nicht mehr möglich. Vor dem 55.Lebensjahr ist es meist unattraktiv und nicht ratsam, weil die angesparten Altersrückstellungen verloren gehen.

 

#1: Überdenken Sie Ihren Schutz.

Überdenken Sie genau Ihren aktuellen Schutz.

Brauche ich genau diesen Tarif?  Welche Leistungen habe ich genau versichert? Was nützt mir eine Chefarzt-Behandlung und ein 1-Bett Zimmer, wenn ich dies teuer bezahle und nie benötige? Welche Leistungen benötige ich wirklich. Vor allem im Hinblick auf die Rente muss ich überlegen, ob ich mir einen „Rolls-Royce“ heute leisten will, wenn ich im Alter gar kein Auto mehr fahren kann, weil ich kein Geld mehr habe.

Zahlen Sie Risikozuschläge? Sind diese auch noch gerechtfertigt? Bei dem Abschluss Ihrer PKV hatten Sie Darmprobleme oder einen Heuschnupfen? Dann zahlen Sie vermutlich einen Risikozuschlag. Dieser kann 25% Ihres Beitrages ausmachen. Wenn Sie inzwischen z.B. eine Hypersensibilisierung gemacht haben oder Beschwerdefrei sind, dann könnte der Grund für den Risikozuschlag entfallen sein.

Ergebnis: Ihr Beitrag sinkt!

In vielen Fällen kann der Versicherte nach 3-5 Jahren eine Überprüfung des Risikozuschlages beantragen. Diese muss dann mit einer Diagnose Ihres Arztes belegt werden.

Konkretes to do:

Überprüfen Sie die Leistungen Ihres aktuellen Tarifes.  Alleine ohne einen Betreuer Ihrer Gesellschaft.

#2: Überdenken Sie Ihren Selbstbehalt

Welchen Selbstbehalt zahle ich wofür? Kann ich den Selbstbehalt zwischen amulanter Leistung und stationärer Leistung wählen? Wie sieht es im Zahnbereich aus?

Konkretes to do:

Kann ich mit einem höheren Selbstbehalt leben?

Kann ich einen höheren Selbstbehalt im stationären Bereich wählen.

Wenn ich wirklich einmal ins Krankenhaus komme, dann habe ich 1.000 €, 2.000 € oder 3.000 € auf einem Tagegeldkonto liegen.

Diese spare ich über 1 bis 2 Jahre durch die Beitragsentlastung ein.

#3. Überdenken Sie den „Altersrückstellungstarif“

Wer legt die Altersrückstellung für Sie an? Die PKV direkt? Was ist das für ein Tarif und wie wird mit dem Geld gewirtschaftet?

Macht es nicht Sinn, selber für´s Alter eine Rückstellung zu bilden?

Vorteile:

  1. Das Geld gehört mir.
  2. Ich kann Steuervorteile nutzen
  3. Sollte ich versterben, kann ich dieses Geld vererben.
  4. Bei einem Wechsel der PKV bleibt dieses Geld bei mir.
  5. Förderungen können mir beim Kapitalaufbau helfen und so mehr Rendite erzielen.

#4: Prüfen Sie Alternativ-Tarife

Welche Tarife gibt es am Markt? Welche Tarife gibt es bei meiner Gesellschaft? Ist mein aktueller Tarif offen oder geschlossen? Gerade die letzte Frage ist sehr, sehr wichtig für Sie !!!

 

Konkretes to do:

Werden Sie sich ganz genau klar darüber, WIE Sie versichert sind!? Lassen Sie sich Ihre aktuellen Leistungen von Ihrem Versicherer genau(!!!) erklären.

da viele Versicherer dies nicht in einer übersichtlichen Tabelle darstellen, nutzen Sie unseren aktuelle Checkliste zu diesem Thema:

 

Wenn Ihre Gesellschaft nicht kooperativ ist oder Sie einen wirklich neutrale Übersicht bekommen wollen, dann lassen Sie sich von einem unabhängigen Vermittler einen neutralen Marktvergleich erstellen.

#5: Artztauswahl einschränken

Wenn Sie direkt ohne Umwege zu einem Facharzt gehen können, sind diese Tarife in der Regel viel teurer! Wenn Sie dem „Primärarztprinzip“ zustimmen, dann müssen sie bei allen Erkrankungen zuerst zu Ihrem Hausarzt gehen und dieser überweist Sie dann an einen Spezialisten / Facharzt. Diese Tarife sind in der Regel aber viel günstiger.

#6: § 204 VVG

Der PKV Tarifwechsel bei Ihrem Versicherer ist der beste Weg, um Ihren Beitrag bei gleichem oder erhöhtem Leistungsniveau zu reduzieren und dennoch die erworbenen Altersrückstellungen zu erhalten.Gerade für langjährig privat Versicherte oder auch Kunden mit Vorerkrankungen häufig die einzige Lösung, um Beiträge bei gutem Leistungsniveau zu reduzieren. Der Versicherer kann von dem versicherten allerdings im Gegenzug einen Risikozuschlag oder einen Leistungsausschluss verlangen, sofern die Leistungen des Tarifes, in den dieser wechseln will, komplexer und/oder höher sind.

Wer es geschickt anstellt und alle Möglichkeiten zu seinen Gunsten ausnutzt, der kann enorm viel dabei sparen.

Eine Hilfe kann für Sie dabei unsere Broschüre sein:

 

 

Fazit:

  1. Die Beiträge zu Ihrer Privaten Krankenversicherung werden in den nächsten Jahren extrem steigen!
  2. JEDER Privat Krankenversicherte muss sich AKTIV um seinen Beitrag kümmern.
  3. Die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung werden für viele Menschen zu einem wirklichem Problem im Alter führen.

Werden Sie JETZT aktiv und senken Sie Ihren Beitrag am Besten schon im nächsten Monat.

 

Besuchen Sie auch unser kostenloses Webinar zu diesem Thema: MFP Webinar PKV

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,

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Kai Römisch
 

Kai Römisch Rheinländer ist Jahrgang 1971 und in einem Unternehmer-haushalt groß geworden.„Die Firma saß bei uns immer mit am Küchentisch. Somit weiß ich genau welche Sorgen, Nöte und Probleme ein Unternehmer (egal wie groß die Firma ist hat).“ Eine Manufaktur (von lateinisch manus ‚Hand‘ und lat. facere ‚erbauen‘, ‚tun‘, ‚machen‘, ‚herstellen‘) ist eine Produktionsstätte von Handwerkern verschiedener Professionen bzw. hochspezialisierter Teilarbeiter eines Handwerks, deren unterschiedliche Arbeitsvorgänge die Fertigung eines gemeinsamen Endprodukts zum Ziel haben (sagt Wikipedia). Genau so sehen wir unsere Arbeit: handgemachte, speziell für Sie entwickelte Konzepte - für die wir zum Teil Spezialisten hinzuziehen - mit dem Ziel einzigartige Lösungen für Sie zu entwickeln.

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